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REISEABLAUF DER FOTOREISE 2013


Die Fotoreise 2013 stand unter den Motto "Lots of London for fabulous photographers" oder auch "Waren wir da wirklich überall?". Hier könnt Ihr nachlesen, was Ihr im letzten Jahr verpasst habt!
Durch Klicken auf das jeweilige Datum öffnet sich das Reisetagebuch.

Dienstag, 04. Juni

Paddington, Bathurst Mews – Hydepark – Coach & Horses – Soho

Los ging's bei unseren Paddington Hotels, Ecke Sussex Gardens / London Street, gleich um die Ecke in die Bathurst Mews. Das gewesene Kutschergässlein mit dicken Olivenbäumen, duftenden Stallungen und freundlichen Bewohnern.

Gegenüber von UG Lancaster Gate rein in den Hydepark, zu klassizistischer Park-Architektur und ebensolchen Wasserspielen.
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Mit der tube weiter nach Soho, Ausstieg Station Tottenham Court Road.
Von dort kurz in die Denmark Street (Abzweig von der Charing Cross Road), „die Straße für alles, was mit Musik zu tun hat“.

Endgültig rüber nach Soho, die Greek Street runter, zum vegetarischen Abendessen im Restaurant vom „Coach and Horses“.

Als Nachtisch ein mal zick-zack durch's ganze Viertel: Maison Bertaux, Bar Italia, Logie Baird's TV-Erfindungs-Dachzimmer, Ronnie Scott's Jazz Club, Trident Aufnahme Studios, Anfänge der Rolling Stones im ehemaligen „Bricklayers' Arms“...

Am Oxford Circus runter in die Tube und heim.

Mittwoch, 05. Juni

Temple – Tallow Chandlers – St.Magnus – St.Dunstan (East) – One New Change – St.Vedat – Postman's Park – Smithfield – Comptoir Gascon

Nach einem eher frühen Frühstück ging's zum Temple, einem von drei jahrhundertealten Juristenvierteln.. Da gibt es verschiedene, ziemlich versteckte Zugänge. Nachdem wir bei der UG Embankment ausgestiegen sind, haben wir uns für diesmal von der Themse aus reingeschlichen.

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Meine große Hoffnung wurde tatsächlich erfüllt – auch ohne Kontakt mit dem Hall Manager kamen wir in die 400 Jahre Middle Temple Hall rein.
Hier hat Shakespeare vor Elizabeth I. gespielt, hier werden heute noch die Kronjuristen vereidigt, mit der Hand auf der alten Deckklappe von Francis Drakes Piratenschiff „The Golden Hind“.
Und über allem thront dieses großartige dunkle Dachgebälk aus uralten „hammerbeams“.

Im Temple Bezirk kann man sich mühelos einen halben Tag fotografisch verlieren, aber wir sind dann weiter zum ersten fixen Termin: das Zunfthaus der Talgkerzenmacher, der Tallow Chandlers.
Versteckt in einer Seitengasse der City (Dowgate Hill), dominiert vom ultramodernen Neubau des Cannon Street Bahnhofs liegt hier eine der ältesten Livery Company Halls, neu aufgebaut nach dem Great Fire von 1666.

Zum Abschluss gab's auf der Gasse noch ne kleine Zugabevor dem Haus der Skinners; das sind die Pelzhändler, und die stehen in der Rangliste der Zünfte natürlich über den armen Schluckern von den Talg-Kerzenmachern. Der skinner-beadle hisste ausgerechnet vor unseren Nasen und Linsen die Zunftfahne, was er jeden Monat nur 1x macht.

Jetzt brauchten wir alle eine Pause – essen, trinken, sitzen, verschnaufen. Dafür bot sich „The Banker“ an, ein hübscher Pub direkt unter der Cannon Station Bridge, die sich am Fuß von Dowgate Hill über die Themse spannt.
Gestärkt ging's weiter auf den Thames Footpath, direkt am Fluss, mittlerweile in der prallen Sonne, Richtung Tower Bridge.

Nächste Station war die Kirche St.Magnus-the-Martyr. Die mittelalterliche London Bridge (damals einzige Brücke über den Fluss !) begann tatsächlich mal direkt unter dem Vordach der Kirche. Drinnen verhilft einem ein meterlanges Brückenmodell zu einem realistischen Eindruck dieser gigantischen Konstruktion, die ja komplett mit Häusern überbaut war.

Eher im Vorbeilaufen bekamen wir das Monument mit, die große Säule (mit Wendeltreppe, Ausguck-Plattform und vergoldeter Stein-Flamme obendrauf), errichtet zur Erinnerung an den großen Stadtbrand von... richtig: 1666 .
Dann für einen Teil der Gruppe ein nicht eingeplanter Zwischenstop in einer Art Kaffee-Akademie.
Für Dieter zu stark.

Zu einem Nickerchen oder ähnlichen Erholungsübungen versammelte man sich ein paar Straßen weiter im Kirch-Garten von St.Dunstan-in-the-East. Von Nazi-Bomben zerstört und ins Leben zurückgeholt von kreativen Londoner Landschaftsgärtnern.

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Mit dem Bus ein Stück zurück, Richtung Westen, bis St.Paul's Cathedral. Dort gegenüber ein kleiner Abstecher in die Ruhe-Oase des kleinen Innenhofs von St.Vedat-alias-Foster. Was man nicht unbedingt hier erwarten würde: ein römisches Fußboden-Mosaik (an der Wand!) und ein 3000 Jahre alter mesopotamischer Ziegel. Na denn.



Ein paar Schritte die Straße St.Martin's-le-Grand hoch und abbiegen in Postman's Park mit seinem Kachel-Monument für tapfere Mitmenschen, die ihr Leben für andere gelassen haben.
Aber halt – vorher haben wir uns ja noch „in die Lüfte geschwungen“, mit dem Glasaufzug hoch auf den Dachgarten des neuen Shopping Centers One New Change. Der Blick auf St.Paul's Cathedral ist wirklich nicht schlecht – hört man aus Fotografenkreisen.

Unsere vorletzte Station war der Smithfield Meat Market mit seiner Passage „Grand Avenue“ (!).
Nach einem Schlenker am noblen Rookery Hotel vorbei - Sybille in der Rolle des ungläubigen Thomas - schafften wir es schließlich, mit den allerletzten Energiereserven, uns beim Comptoir Gascon (Charterhouse Street) auf die Stühle plumpsen zu lassen.
Wie war die südwest-französische Küche? Dieter hat's gemundet.

Danach ab in die Underground bis Paddington. Für die nötige Bettschwere hätt's nach diesem Tag das Absacker-Bierchen gar nicht mehr gebraucht. Aber manche Leute hängen halt an Traditionen...

Donnerstag, 06. Juni

British Museum – Charterhouse – Clerkenwell – Angel – Regent's Canal – Gallipoli again – Round Midnight

Gleich die erste Station war gleich ein richtiger Knaller: Kein-Programm-macht-doch-was-Ihr-wollt-Ihr seid frei!!

bm
Nach diesem Auftakt hatte es das große Kuppeldach des British Museum natürlich echt schwer... obwohl – es war wieder ein Tag wie gemalt, mit wunderbarem Licht, besser hätten wir es für unsere hochgereckten Kameras nicht treffen können.



Wohlgemerkt: von all den Schätzen, die es hier zu entdecken gilt, und das sind ein paar, haben wir nichts mitgekriegt, da Dieter, der Getriebene, seine Schäfchen nach einer Stunde schon wieder weitertrieb zum -

charterhouse
Charterhouse, dem größten Ensemble von mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bauten in London. Nach Meatmarket Hall und Restaurant „Comptoir Gascon“ gestern war uns die Gegend um Smithfield jetzt schon nicht mehr unvertraut.
Am Charterhouse nahm uns einer der Pensionäre in Empfang - so ganz allein wollte man uns beim Fotografieren nun doch nicht lassen. Außerdem hat er seinen Job gut gemacht.

Hinterher großes Bedürfnis nach „was in den Bauch kriegen“. Da Dieters guter-und-günstiger-Chinese-seines-Vertrauens noch geschlossen hatte, gingen wir in unserer Not zu „Kurz&Lang“, zu Bratwurst und Sauerkraut, auf der anderen Seite der Market Hall.

Es folgte der Stadtteil Clerkenwell. Von Smithfield aus die St.John Street hoch, an der Passing Alley (= Pissing Alley der späten Zecher) vorbei, zum monumentalen Torbau des St.John Klosters - die Keimzelle der Johanniter und endlich am Clerkenwell Green gelandet. Parole: „1 Stunde wie's euch gefällt. Genießt die Sonne.Tschüs, bis dann.“

Die einen labten sich an einem exzellenten Kaffee beim Friseur (jawohl!), die anderen verzogen sich in den Park hinter der Kirche. Und wer seine Beine nicht direkt vor der Bell Tavern am Green ausstrecken wollte, ging zu den „3 Kings“. Dieser Pub schmückt sich mit Heinrich VIII, Elvis Presley und – King Kong! Gut ausgeruht und gestärkt machten wir uns auf den Weg zum nächsten Highlight. Und da Dieter seine Last hatte mit gewesenen und verschobenen Bus Stops war diese Ruhe und Stärke auch nötig.

Dann aber endlich am „Angel“, mit dem der Guide schon lange eine Art Liebesbeziehung unterhält.

Von den nicht wenigen Möglichkeiten, die dieser Knotenpunkt bietet, wählten wir den Canal Walk auf dem ehemaligen Treidelpfad am Regent's Canal entlang. Hausboote, die hier fest verankert liegen („moored“), Alltagsleben auf dem Wasser, viele entspannte Spaziergänger, einige aufgeladene Jogger und immer wieder supereilige Radfahrer, die sich offenkundig verfahren hatten.
Aaaber bei alledem: ein wunderbares Licht. Man betrachte sich unsere Bilder.

Nach einer Stunde oder so Abbruch durch den Rudelführer – kommen wir zu spät ins Restaurant, ist unsere Reservierung futsch. Sollten wir besser nicht riskieren, denn im „Gallipoli Again“ (türkisch/libanesisch auf der Upper Street, direkt neben dem Pub „King's Head“) macht das Essen einfach Spaß.

Hinterher doch noch einen Abstecher in's „Round Midnight“, den Blues Club am Angel? Der ist unaufgeregt, nicht hip, ohne Eintritt und beschert den 5 Nachtvögeln der Gruppe einen guten Gig.

Freitag, 07. Juni

Rolling Bridge – St.Martin-in-the-Fields – Somerset House Lightwells – Gordon's Winebar – Nachtaufnahmen

Gegen halb elf Aufbruch ins Ungewisse; der Guide hat nur was angedeutet von Paddington, Kanalbecken und irgendwas mit 'ner Brücke.
11.00 – wir sind da, die Brücke ist da, aber nix passiert. Nachfrage bei einem, der aussieht als könnte er vielleicht zuständig sein – also,wir müssen noch die Zeit bis 12.00 überbrücken, erst dann geht’s los. Aber was eigentlich?

ENDLICH, 12.00... 12.05... 12.10 und jetzt - - - 20 m Brücke erheben sich und... rollen sich im Zeitlupentempo zusammen. Jawohl, zu einem richtigen Kreis. Da liegt se dann, die „Rolling Bridge“ vom Paddington Basin und die Verschlüsse klicken. Viele Male. Danke an Mr. Thomas Heatherwick, den Brückenbauer.

rollingbridge stmartin

Mit der tube zum Embankment und die Villiers Street hoch zum Trafalgar Square und erst mal Halt unterm Vordach von St.Martin-in-the-Fields. „Jeder macht eine Stunde, was er will“. Michael und Christoph zeigen Dieter ein „neues“ empfehlenswertes Café in Soho – der Ausflug hat sich schon mal gelohnt. Zurück zur Kirche kriegen wir noch eins obendrauf – ein professionelles Kammerorchester probt gerade im Innenraum für das nächste Lunchtime Concert.

Jetzt mit dem Bus den Strand runter zum Somerset House. Kein Haus, wie's scheint, sondern ein veritabler Palast für frühere Königinnen und später dröges Ministerium für Finanzbeamte und Rechenknechte.
Somerset House ist bestimmt einen ganzen Nachmittag wert (und sei's nur in der Badehose auf 'ner Decke zu liegen und einmal quer durch die Wasserspiele zu spazieren). Wir aber sind hier um die „Lightwells“ zu entdecken: 2-stockwerk tiefe Lichtschächte, die den Innenhof begrenzen und die reinstes 18./19. Jahrhundert darstellen. „Quite spooky, isn't it?“. Das sagen zumindest die Produzenten und Kameraleute von Historienfilmen, die hier des öfteren gedreht werden.

Mark Hislop, der Manager, gibt uns eine kurze, aber sehr freundliche Einführung und dann dürfen wir... ja, ganz allein und völlig ungehemmt unsere Späße treiben. Danke, Mark!

Auf dem Weg zur UG Embankment kommen wir noch durch die Victoria Embankment Gardens, mit dem grandiosen Watergate, das ursprünglich tatsächlich an/in der Themse lag, damit sich der Duke of Buckingham standesgemäß seinem Palast nähern konnte.
Dann aber, gleich dahinter, am Fuß der Villiers Street, kurz reinschnuppern in „Gordon's Wine Bar“ (gekonnt-englisch-schmuddelig-aber-nicht-schäbig), mit seinem Uralt-Gewölbe, an dem sich sogar ein Hobbit den Kopf stoßen würde... Im Stockwerk drüber schrieb ein gewisser Rudyard Kipling – nein, nicht Walt Disney - an seinem „Dschungelbuch“.

Im Hotel werden die Stative geholt und dann wird’s ungeplant kunterbunt: erst an die Römische Stadtmauer in der Cooper's Row, versteckt im Hof vom Grange City Hotel, oberhalb von UG Tower Hill. Auf der Suche nach was Essbarem ein heftiger Schock gegenüber in einem, ähäm, Bavarian Beergarden und eine Quasi-Rettung im Pub next door. Solider englischer „pub grub“.
Mit vollem Bauch geht’s dann in die Nacht, die immer kälter wird, uns aber trotzdem noch einen Stall guter Bilder spendiert. Erst bei der „Gherkin“ und dann auf der Tower Bridge.

Irgendwann sind wir fix und fertig, die U-Bahn geschlossen und Nachtbusse vage dienstbereit.
Somit gibt’s noch – surprise! - eine entspannte Heimfahrt mit zwei original „London Cabbies“.

Samstag, 08. Juni

Borough Food Market (South Bank) – Street artist scene: Blackall Street – Shoreditch – Bricklane – Aladin Curry House

market
Also... den Borough Food Market, den sollte man schon kennenlernen. Was wir denn auch tun. Raus aus dem U-Bahn Schacht London Bridge, den Wieder-find-Treffpunkt festgelegt („The Market Porter“) und ab ins Marktgewimmel.
2 Stunden später - hat sich's gelohnt? Also, da war z.B. dieser Himmel aus bunten Schirmen, lieber Rolf. Eieieiei. Allein, das hat sich schon mehr als... Danke, Alter!

Dann wieder rein in die tube und mit der Northern Line hoch zur Old Street. Dieter erleidet dort erst mal einen Anfall von akuter Orientierungs-Demenz, bringt dann aber doch die Gruppe an den Ort der fotografischen Erlösung: die Blackall Street.

Eigentlich eher ein Gässchen als eine richtige Straße, unbrauchbar für Autofahrer. Auch Fußgänger können hier nix nennenswert abkürzen, also hat vor ein paar Jahren die Gilde der Street Artists diese Nische zu ihrem ureigenen Revier erklärt. Auf geschätzten 150 m kriegt man hier eine Einführung in die Vielfalt der Szene wie sonst nirgends in London, und das Schönste, man kann seinem Foto-Geschäft in aller Ruhe nachgehen – auch das gibt’s in London. So lässt sich's arbeiten...

streetart
Von hier aus über die Great Eastern Street, in der Holywell Lane (auf der Rückseite vom Club Underground Village) gestaunt über das giant mural piece „NO PHOTOS PLEASE!“, dann noch über die Shoreditch Highstreet und einlaufen in den Hafen des Cafés „The Albion“, im Parterre vom Boundary Hotel (Boundary Street, Shoreditch). Und als hätt er nur auf uns gewartet, steht da dieser große schöne Holztisch mit lauter leeren Stühlen drumherum. „Good table that is!“

Und danach geht’s erst richtig los mit murals, pieces und der ganzen street artisterei: Roa, Stik, Eine, Jimmy C. und wie sie alle heißen. Church Street, Ebor Street, Chance Street, Whitby Street sind offene Bühnen – und in der Chance steht sogar einer auf der Leiter, mit der Farbrolle auf der Stange und bringt vor unseren Augen seine Kunst unter's staunende Volk.

Dann am Ende der Redchurch scharfer Knick nach rechts und rein nach Spitalfields, in's Gewimmel der Brick Lane und ihrer vielen Nebenstraßen. Die kommenden 300 m werden hart. Wohin man seine Kamera richtet, überall gibt’s was, „was man eigentlich...“. Aber wir sind mehr als satt oder auf neu-englisch „uber-satisfied“.

Von daher der Ruf nach Erbarmen: „Dieter, isses noch weit zu diesem Restaurant, von dem du erzählt hast??“ Iwo, da kommt es schon, „Aladin, one of the best curry houses in town“ und der Schlepper vor der Tür bemüht sich ganz umsonst, denn wir haben ja reserviert. Im Untergeschoß wird’s dann nicht bengalisch-bunt, aber bengalisch laut und lecker.

Mit vollen Bäuchen und vollen Speicherkarten zurück auf der Brick Lane einigt alle dann nur noch EIN Wunsch - „Sag jetzt nix mehr und bring uns schnell nach Hause“. Gesagt, getan.

UG Liverpool Street Station verschluckt uns, Padding spuckt uns wieder aus und in unserem
„local pub“, dem Sawyers Arms in der heimischen London Street, finden wir noch ein Plätzchen für ein letztes Schlückchen.

Good night, sleep well!

Sonntag, 09. Juni

THE HAMPSTEAD DAY

Da auch beim Guide mittlerweile die Energiereserven (fast) aufgebraucht waren, wurde das ursprüngliche Tages-Programm gestrichen – Columbia Road Flower Market im Osten wäre zwar „lohnend“ gewesen, aber eben auch wieder trubelig und eher anstrengend.

Daher alternativ etwas Geruhsames. Die Entscheidung fiel auf Hampstead, „das Dorf mitten in der Stadt“ und mitten im Grünen, mit seiner „Heath“ außen rum (absolut sehenswert, schauen wir uns aber diesmal nicht an, Christoph!)

Wie sich herausstellte, präsentierte sich ganz Südengland an diesem Sonntag lausig kalt (und das im Juni!), und ein gemeines Windchen blies obendrein.

Egal – nachdem wir aus Hampstead Underground Station ans Tageslicht geklettert waren, arbeiteten wir uns so langsam (!) die Haustüren vom Flask Walk runter und retteten uns schließlich zum Aufwärmen in die tiefen Sessel und weichen Sofas der „Wells Tavern“.

well hampstead

Wieder etwas besser in Form konnten wir dann die eigentlich privaten „Gainsborough Gardens“ genießen (beim Well Walk rechts runter). In jeder Hinsicht „very British“ und an diesem Wochenende ausnahmsweise geöffnet, weil das „Open Garden Weekend“ die Tore aller sonst verschlossenen Parks geöffnet hatte.

Dann als vorletzte Station die Exklave „Vale of Health“, wo sich zwanzig oder dreißig Häuser in exklusiver Abgeschiedenheit vor dem Rest Londons verstecken. (Diesen tollen Teich am Rand, nein, den schauen wir uns diesmal nicht an, Christoph!)

Nach einem wirklich köstlichen Eisbecher auf die Hand gings per tube wieder zurück ins Zentrum.
Ein paar Stunden bummeln, schauen, sich nicht genieren fürs Regenerieren.

Abends freudiges Wiedersehen zum Abschiedsdinner bei „Ffiona's“ in der Kensington Church Road, rauh aber dennoch herzlich, grundsätzlich frisch und meistens köstlich. Ich sage nur... STICKY TOFFEE“!

Danksagungen

Und nun zum guten Schluss...
wie bei Grammy, Oscar, Grimme-Preis – die Danksagungen!

Danke an Petrus, der uns nur mit dem einen oder anderen kalten Luftzug geärgert hat, uns aber mit dem angeblich so typischen Londoner Regen verschont hat.

Danke an meinen Partner Rolf, an dem ich gerne was aussetzen würde, aber ich find ja nix.

Danke an Euch alle – diese Reise wird mir in vielem in Erinnerung bleiben. Angenehme
und lohnende Tage waren das mit euch. (Aber nächstes Mal wird pariert, wenn ich was sage, gell!!)

Und wenn's was gibt, was ich besser machen könnte/müsste – lasst es mich wissen. Danke.


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© 2014 Dieter Wagner & Rolf K. Wegst E-Mail an London Fotoreisen